Erhöhung des Mindestlohns ab 01.01.2017 – Folgen für Minijobs

Der Mindestlohn erhöht sich zum Beginn des Jahres 2017 von derzeit 8,50 € auf dann 8,84 € brutto pro Arbeitsstunde. Arbeitgeber müssen die Erhöhung umsetzen, ohne dass es einer Vertragsänderung bedarf.

Für „Minijobber“ (geringfügig entlohnte Beschäftigte bis 450 €/Monat) können sich aber Konsequenzen ergeben. Bisher konnten sie 52 Stunden im Monat mit Mindestlohn arbeiten, ohne die Geringfügigkeitsgrenze zu überschreiten, nunmehr liegt die Grenze bei 50 Stunden. Bleibt es bei der bisherigen Arbeitszeit, entfällt das Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung und der Arbeitgeber muss Sozialversicherungsbeiträge abführen. Wollen die Vertragsparteien dies vermeiden, müssen sie ggf. die Monatsarbeitszeit einvernehmlich durch eine Vertragsänderung herabsetzen.

Haben Sie Fragen zum Mindestlohn? Dann stehen Ihnen unsere Fachanwälte für Arbeitsrecht, Frau Uta Reinke und Herr Dr. Kuhlmann gern zur Verfügung.